Grok Bot Team: 3 KI-Bots machen eine Bewerbung, reichen 20 $? | Folge 4 #GrokBot

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0:00Drei Grok-Bots, eine Bewerbung. Einer sucht offene Stellen in Wiesbaden, einer schreibt Lebenslauf und Anschreiben, einer baut eine kleine Webseite als Visitenkarte. Am Ende schaue ich auf eine einzige Zahl: Wie viel von meinem Wochenkontingent ist weg? Reichen zwanzig Dollar im Monat für ein ganzes Team? Und warum lasse ich die Finger von LinkedIn?

0:26Willkommen zu Folge vier von Grok-Bot für Einsteiger. Letztes Mal haben zwei Grok-Bots nebeneinander gearbeitet. Heute arbeiten drei zusammen in einem Gruppenchat an einer Bewerbung und ich messe, was das kostet. Das ist Lena. Lena gibt es nicht. Ich habe sie erfunden. Umschülerin zur Kauffrau für Büromanagement aus Wiesbaden. Aber ihren Stapel kennen viele, die ich unterrichte.

0:54Für eine gute Bewerbung geht oft ein ganzes Wochenende drauf. Stelle suchen, Firma prüfen, Lebenslauf und Anschreiben anpassen und dann das Ganze noch einmal. Den Grok-Bot gibt es nicht einzeln. Er steckt in Cursor Pro für zwanzig Dollar im Monat, in den größeren Cursor-Plänen und in SuperGrok. Drei Dinge solltest du wissen, bevor du ein Team baust.

1:17Erstens: Hast du Cursor und SuperGrok, addiert sich das nicht. Es gilt der größere Plan. Zweitens: Du hast ein Wochenkontingent. Wie groß es ist, verrät niemand. Gezählt werden die Arbeitsschritte des Grok-Bots, nicht deine Nachrichten. Drittens, und das ist für heute entscheidend: Jede Antwort zählt. Auch die Antworten im Gruppenchat und die Nachrichten, die sich die Grok-Bots gegenseitig schicken.

1:45Bevor ich das Team starte, schaue ich hier nach. Wöchentliche Nutzung drei Prozent. Und dann die wichtigste Einstellung dieser Folge: das monatliche On-Demand-Limit. Bei mir steht es auf keine. Ist das Kontingent leer, hört der Grok-Bot dann einfach auf, statt nachzuzahlen. Die anderen beiden Möglichkeiten heißen fest und unbegrenzt. Im Forum von Cursor berichten Nutzer, dass es bei ihnen ohne Warnung in die bezahlte Zusatznutzung weiterlief.

2:13Schau also bei dir nach, was hier steht, bevor du ein Team baust. Ich lege drei Grok-Bots an: Rechercheur, Schreiber, Webdesigner. Dann ein neuer Chat mit allen dreien. Bis zu sechs gehen, aber jeder zusätzliche Grok-Bot antwortet mit und jede Antwort kostet. Der Auftrag baut auf der Formel aus Folge drei auf: feste Regel, Fakten, Schritte, Grenze.

2:39Für ein Team kommen drei Regeln dazu. Erstens: Jeder Schritt hat genau einen Verantwortlichen, den ich mit Namen anspreche. Zweitens: Wer nicht dran ist, schweigt. Drittens: Übergaben nur kurz. Ein Satz und die Datei. Der Rechercheur sucht fünf Firmen in Wiesbaden mit einer offenen Stelle für Lena, nur auf öffentlichen Karriereseiten und ohne Namen von Ansprechpartnern. Der Schreiber macht aus Lenas Steckbrief einen Lebenslauf und für jede Firma ein

3:10Anschreiben als Entwurf. Und er markiert alles, was nicht im Steckbrief steht. Der Webdesigner baut eine kleine Webseite als Visitenkarte, nur als Datei auf meinem Rechner. Was ich bewusst nicht mache: Ich lasse nichts verschicken und ich lasse den Grok-Bot nicht auf LinkedIn nach Ansprechpartnern suchen. Dafür müsste ich mein echtes Konto verbinden und automatisches Auslesen verbietet

3:34LinkedIn in seinen Nutzungsbedingungen. Eine Warnung, bevor es losgeht: Alle Grok-Bots auf deinem Konto teilen sich einen Computer mit allen Dateien und allen Anmeldungen. Ein eigener Grok-Bot ist also kein eigener Tresor. Echte Konten und vertrauliche Daten haben in einem Team-Test nichts verloren.

3:59Der Rechercheur legt los, die anderen warten auf ihren Einsatz. Nach knapp zwei Minuten übergibt er an den Schreiber, genau wie verlangt. Ein Satz und eine Liste mit fünf Stellen mit Hinweisen zu Zeitarbeit und Befristung. Und der Rechercheur ist ehrlich. Ob jede Stelle noch besetzt werden soll, könne er nicht sicher sagen und eine Anzeige ist schon vom Juli.

4:22Genau das hätte ich von einem guten Kollegen auch erwartet. Nach gut drei Minuten liegen drei Dinge im Chat: Ein Lebenslauf, fünf Anschreiben als Entwurf und Lenas Webseite. Die Webseite enthält nur Lenas eigene Angaben und der Webdesigner hat sie von sich aus so eingestellt, dass Suchmaschinen sie nicht finden. Meine Stichprobe: Die Links zu den Anzeigen funktionieren. Zum Vergleich habe ich denselben Auftrag einem einzelnen Grok-Bot gegeben in einem

4:53frischen Chat. Das Team brauchte gut drei Minuten, der Einzelne gut fünf. Und er hatte eine Überraschung: Die Jobsuche der Arbeitsagentur hat ihn nach eigener Meldung ausgesperrt, also ist er auf andere Seiten ausgewichen. Und die Kosten? In der App vorher drei Prozent, nach beiden Läufen zusammen vier. Genauer zeigt es das Dashboard von Cursor. Dort steht jeder einzelne Arbeitsschritt mit seinen Token.

5:20Das Team: dreiunddreißig Schritte, eins Komma sechs Millionen Token. Der Einzelkämpfer: sechsunddreißig Schritte, zwei Komma vier Millionen. Das Team war also nicht nur schneller, sondern auch sparsamer. Vermutlich, weil jeder Grok-Bot nur seinen kleinen Teil im Kopf behalten musste. Und über neunzig Prozent davon liest der Grok-Bot aus einem Zwischenspeicher. Das zählt weniger. Für zwanzig Dollar reicht das für sehr viele solcher Aufträge.

5:51Drei Dinge prüfst du immer selbst. Erstens: Steht im Anschreiben etwas, das nicht stimmt? Der Grok-Bot hat Sätze wie: "Aus dieser Zeit bringe ich Organisationsgeschick mit" ergänzt, aber ehrlich gelb markiert. Zweitens: Ist es die richtige Firma und ist die Stelle noch offen? Drittens: Stehen Namen echter Menschen drin, die da nicht hingehören? Und drei Spartipps, die meisten kommen von den Entwicklern selbst. Übrigens kostet schon das Anlegen eines neuen Grok-Bots rund dreißigtausend Token für die Begrüßung. Erstens:

6:27Für jede neue Aufgabe einen frischen Chat. Ein langer Verlauf wird bei jeder Antwort mitgelesen. Zweitens: So wenige Grok-Bots im Gruppenchat wie möglich. Drittens: Statt endlos weiterzuschreiben, den Grok-Bot duplizieren. Die Kopie behält Name und Anweisungen, aber nicht den langen Verlauf. Meine Einschätzung: Für eine Bewerbung lohnt sich das Team, weil die drei Teile wirklich verschieden sind und es kostet fast nichts.

6:54Abschicken sollte trotzdem ein Mensch nach dem Prüfen. In Folge fünf bleibt Lena dran. Ein Grok-Bot schaut jeden Morgen nach neuen Stellen und erinnert sie zu einer Uhrzeit, die sie selbst wählt, ans Nachfassen. Und jetzt du. Welchen Teil deiner Bewerbung würdest du nie einem Grok-Bot überlassen? Schreib es in die Kommentare.

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